Krebs und andere Zell-Mutationen

Autor: CP (Seite 2 von 2)

Operation – die Zweite

Ich saß aufrecht in meinem Krankenbett, als Prof. N. mir diese Horrornachricht überbrachte. Ich wusste gar nicht, auf wen ich mehr achten sollte. Auf mich und wie ich auf diese Diagnose reagiere? Oder auf Prof. N., der nun sichtlich betroffen mit dem Rücken an der Wand lehnte und sich auch nicht erklären konnte, wie sich ein Krebs auf die Zyste legen könne. Einer meiner ersten Gedanken war: „wie lange habe ich noch?“. Ich glaube, das fragt sich jeder, der zum ersten Mal die Diagnose Krebs mitgeteilt bekommt. Die zweite Frage, die mir durch den Kopf schoss: „Warum gerade ich? Ich habe doch niemandem etwas getan.“ Auch das wird sich jeder fragen.

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Windel-Flat & Operation – die Erste

Donnerstag, 04.05.2017. Mein Handywecker klingelte um 06:00 Uhr. Leider vergeblich, denn ich war bereits seit halb fünf wach. Hunger hatte ich (noch) nicht. Und das sollte auch bitte so bleiben, denn ich musste mich ja nüchtern auf Station melden. Die letzte Zigarette hatte ich bereits am Vorabend geraucht. Mindestens sechs Stunden vor der OP sollte man nicht mehr geraucht haben. Genauso lange sollte man nichts mehr gegessen haben. Bis zwei Stunden vor der OP durfte ich noch ein Glas Wasser trinken. Das habe ich dann auch um halb sieben gemacht. Zum Glück stellte sich bei mir kein Hungergefühl ein. Dafür war ich einfach zu nervös.

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Der Halb-Marathon vor dem Sturm oder die Ruhe vor dem Marathon

So, nun hatte ich also meinen OP-Termin für den 04. Mai 2017 vereinbart und noch knapp fünf Wochen Zeit, mich mental darauf vorzubereiten. Mir ging es gut, denn ich hatte ja nichts zu befürchten. Ein Routine-Eingriff, ein renommierter Experte auf seinem Gebiet und volle Unterstützung, sowohl privat als auch beruflich. Ich freute mich regelrecht auf den Eingriff, denn damit würde die Odyssee endlich ein Ende nehmen. Ich war auch schon nicht mehr sauer auf Frau C., die erste Ärztin mit den flinken „Blutabnahme-Fingern“ aus Meerbusch.

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Was soll schon passieren? Alles Routine.

Vom Lukaskrankenhaus hatte ich vorher nie etwas gehört. Warum auch? Wenn man nicht ins Krankenhaus muss, egal ob als Patient oder Besucher, beschäftigt man sich nicht damit. Meine HNO-Ärztin Frau Dr. R hatte mir diese Klinik, insbesondere die dortige HNO-Abteilung empfohlen. Nicht nur aufgrund des hervorragenden Rufes, es ist auch noch ziemlich nahe an meinem Wohnort gelegen. Eigentlich ist es kein Krankenhaus, sondern eher eine „Kleinstadt“ (siehe Plan). Hier befinden sich neben der HNO-Klinik, weitere Spezialabteilungen wie Chirurgie, Urologie, Geriatrie, Kardiologie, Strahlentherapie/Radiologie, ein Tumorzentrum sowie eine pathologische Abteilung. Diese miteinander verknüpften Bereiche werden im weiteren Verlauf noch eine bedeutende Rolle spielen.

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Tischtennisball oder Taubenei – auf jeden Fall rund und groß

Da saß ich nun, fassungslos im Sprechzimmer von Herrn Dr. U. „Nein, ausgeschlossen, Sie haben kein akutes Pfeiffersches Drüsenfieber. Es ist richtig, dass Sie mal eins hatten. Aber das ist lange her. Ihre Leberwerte sprechen eindeutig gegen EBV.“ Sollte ich jetzt glücklich oder wütend sein? Glücklich, weil es nun doch etwas anderes zu sein schien und medikamentös schnell in den Griff zu bekommen wäre. Oder sauer, weil die erste Diagnose einfach falsch war und ich kostbare Zeit verloren hatte. Außerdem zeigte ich ihm das Rekonvaleszenz-Medikament, welches mir von Frau C. verschrieben worden war. Er schüttelte den Kopf: „Was soll das denn sein? Nie gehört! Hören Sie auf damit, das ist Geldmacherei. Und Sie haben ja eh kein EBV.“

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Dicker Hals – in mehrfacher Hinsicht…

Tja, wann genau hat all das angefangen? Krebs entsteht unbemerkt und wuchert teilweise wochenlang, monatelang vor sich hin, bevor erste Symptome dazu führen, dass man sich unwohl fühlt und zum Arzt geht. Bei mir war es Anfang November 2016, ein Mittwoch, als ich mit meinem Chef in Süddeutschland einen Kundentermin hatte. Seit einiger Zeit steckte so etwas wie eine Erkältung in meinen Knochen. Nun bin ich auch nicht die Sorte von Mitarbeitern, die beim ersten Nießen zum Arzt rennt. Aber zur anhaltenden Erkältung kam Abgeschlagenheit und Müdigkeit.

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Der Countdown läuft…

Im Sommer 2017 habe ich mit diesem Blog begonnen und im Laufe der darauffolgenden Monate Stück für Stück, Blogbeitrag für Blogbeitrag meine Geschichte mit Euch geteilt. Teilweise in Echtzeit, als ich versuchte, jeden Tag meiner sechswöchigen Bestrahlung chronologisch festzuhalten. Teilweise rückblickend, weil ich im Sommer 2017 auch den Hergang aus Dezember 2016 erläutern wollte.

Zwischenzeitlich war ich dann ziemlich faul und teilweise habe ich ganz bewusst pausiert – abgesehen von ein paar Status-Meldungen – bevor ich dann im Sommer 2019 den Blog aus konkreten Gründen auf inaktiv gesetzt habe. Und auf diese Beweggründe werde ich im Verlauf der gesamten Geschichte noch eingehen. Denn neben meiner Krebs-Diagnose, Erkrankung und Genesung haben mich weitere „Nervensägen“ und besondere Lebensumstände begleitet. Dazu aber später mehr.

Die Geschichte wird demnach im zweiten Halbjahr 2016 ihren Startschuss haben. Hierfür werde ich den Beitrag, mit dem damals die eigentliche Erzählung begann, ein wenig umschreiben und dann wieder auf aktiv setzen. Und so werden dann nach und nach alle Beiträge mit inhaltlicher Anpassung reaktiviert. Das kann mitunter Wochen, Monate oder Jahre dauern. Eben so, wie ich Lust habe zu schreiben.

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle noch: Es werden zu keinem Zeitpunkt Namen genannt oder Bildmaterial veröffentlicht, durch die Personen erkennbar werden.

Juhuu, ich bin wieder dahaaaa… und mein Blog nimmt wieder Fahrt auf…

… d.h. ich werde mir Gedanken machen, wie ich meinen Blog strukturieren werde und wie die Zeitleiste meiner Erzählungen aussehen wird. Denn einen Teil meiner Krebs-Geschichte habt Ihr ja bereits kennen gelernt. Aber eben nur einen Teil bis zu dem Zeitpunkt meiner Radio-Chemo-Therapie beginnend im Juni 2017. Und danach ist natürlich noch ganz viel hinzugekommen… teilweise tragische Momenten, aber überwiegend wunderschöne Geschehnisse.

Demnach werde ich höchstwahrscheinlich auch die alten Berichte – die hier derzeit pausieren – nach und nach wieder aktivieren, allerdings inhaltlich anpassen und um etliche Aspekte erweitern. Denn nicht nur der Krebs hat mein Leben verändert, sondern eben auch viele andere Lebensumstände, die sich teilweise bedingen – auch hier wieder positive wie negative.

Aus allen diesen Momenten, Erfahrungen, Rückschlägen, Hoffnungen, Schmerzen aber auch Glücksgefühlen bin ich gewachsen. Meine Kompass-Nadel war noch nie so eindeutig ausgerichtet wie jetzt.

Zu guter Letzt kann ich Euch alle beruhigen. Die letzten Nachsorgeuntersuchungen seit meinem letzten Blogeintrag sind alle negativ im positiven Sinne verlaufen; so dass mittlerweile auch die Kontroll-Dichte ein wenig gelockert wurde.

Viele liebe Grüße und „FCK CNCR!“

Warum dieser Blog? – Ein Vorwort

Heute ist der 07.06.2017. Die Sonne versteckt sich so halb hinter einer löchrigen Wolkendecke. Für einen Tag im Juni ist es allerdings ziemlich windig. Am 05.05.2017 war das Wetter schlechter. Besonders um die Mittagszeit. An diesem Tag bekam ich die Diagnose Krebs. Und alles änderte sich.

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