Krebs Besieger

Einmal in die Hölle und wieder zurück

Autor: CP (Seite 2 von 3)

„Tumor-Konferenz“… was für ein schreckliches Wort?

Der Dienstag, der 09. Mai 2017 sollte so etwas wie der Tag der Wahrheit werden. An diesem Tag sollte ich drei Ergebnisse aus diversen Untersuchungen zurückbekommen, die man nach der zweiten Operation vorgenommen hatte, um eine Streuung der Metastasen durch das Lymphsystem auszuschließen. Der Ultraschall vom Vortag war ja bereits erfreulich und ohne Befund.

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„Also schwanger sind Sie nicht“

Montag, 08. Mai 2017. An diesem Tag sollte es also losgehen mit den bereits angekündigten Untersuchungen. Hierfür sollte ich nüchtern sein, da neben Röntgenbildern des Thorax auch ein Ultraschall des Bauchraums und ein Lungen-CT gemacht werden würde. Mit all den Untersuchungen wollten die behandelnden Ärzte auf Nummer sicher gehen, dass Metastasen nicht in andere Organe gestreut hatten. Krebszellen im Lymphsystem können sich leider schnell ihren Weg durch den Körper bahnen.

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Wie im Taubenschlag

Dieser Beitrag wird einer der kürzeren Blog-Beiträge. Aus zwei Gründen: 1. an dem Wochenende nach meiner OP ist nicht wirklich viel Erwähnenswertes passiert und 2. bekomme ich es nicht wirklich auf die Kette, wer mich wann in welcher Reihenfolge im Krankenhaus besucht hatte. Das einzige, woran ich mich wirklich erinnern kann ist, dass es zuging wie im Taubenschlag, insbesondere am Sonntag.

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„Das fühlt sich aber seltsam an“

Es war Freitagabend, der 05. Mai 2017, kurz vor Mitternacht. Ich stellte mich auf eine kurze Nachtruhe ein, da ich davon ausging, dass ich aufgrund der Geschehnisse eh nicht hätte einschlafen und durchschlafen können. In der Tat wachte ich am Samstag morgen sehr früh auf. Allerdings schlief ich am Abend vorher schnell ein und schlief überraschenderweise durch. Zu sehr hatte mich die zweite OP und die Narkose geschlaucht.

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Neues Jahr, neues Glück… Es geht weiter

Es ist Sonntag, der 28.01.2018 später Nachmittag und ich sitze gemütlich auf dem Sofa und freue mich tierisch, dass ich die Zeit und Muße gefunden habe, nun endlich mit meinem Blog weiterzumachen. Wie Ihr seht, habe ich die Breaking News raus genommen. Denn es gibt keine Breaking News mehr. Alles, worüber ich ab heute in den Blog schreiben werde, liegt in der Vergangenheit. Dennoch werde ich versuchen, so lückenlos wie möglich meinen Therapieverlauf und die folgenden Monate ab Anfang Mai 2017 nach Ende der zweiten OP zu beschreiben. Und ich kann Euch jetzt schon sagen, dass noch sehr vieles passiert ist. Sowohl weniger schöne Ereignisse, als auch sehr schöne Erlebnisse.

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„Köln, Bremen, 1:0, Modeste“

Freitag, 05.05.2017 – 20:38 Uhr: „Wir haben ihn wieder“, schrieb meine Freundin in die Whatsapp-Gruppe, die sie für unsere Familien ins Leben gerufen hatte. Ich selber war noch lange nicht auf der Höhe und brauchte wohl noch ein bisschen, um wieder zu Bewusstsein zu kommen. Aber wie bereits nach der ersten Operation muss ich in der Lage gewesen sein, ohne fremdes Zutun von meiner OP-Liege ins Krankenhausbett zu klettern. Meine Freundin erzählte mir später, dass sie während der OP leider nicht in den OP-Bereich durfte. Sie wartete die ganze Zeit auf dem Flur davor, ging zwischenzeitlich etwas essen und wartete weiter. Die Szene erinnert mich an die vielen Filme, in denen Familienangehörige und Freunde darauf warten, dass die Schwingtür zum OP aufgeht, ein Arzt herauskommt und etwas zum Verlauf der OP sagen kann.

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Es ist Sonntag, 18.06.2017 – 08:21 Uhr. Am 07. Juni habe ich begonnen, diesen Blog zu schreiben. Seitdem sind einige Beiträge zusammen gekommen. Was mich allerdings von den Socken haut, ist die riesige Resonanz. Nicht nur, dass ganz ganz viele Besucher ganz viele Seiten angeklickt haben und im Schnitt fast fünf Minuten Zeit auf der Seite verbracht haben (dank Google Analytics lässt sich ja nahezu jede Kennzahl erheben). Ich habe darüber hinaus viele wunderschöne Kommentare und sehr viel positiven Zuspruch bekommen. Besonders die Bemerkungen, ich könne gut schreiben, haben mich sehr gefreut.

An dieser Stelle möchte ich „Danke“ sagen an alle, die mich bis dato unterstützt haben und weiterhin begleiten:

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Operation – die Zweite

Ich saß aufrecht in meinem Krankenbett, als Prof. N. mir diese Horrornachricht überbrachte. Ich wusste gar nicht, auf wen ich mehr achten sollte. Auf mich und wie ich auf diese Diagnose reagiere? Oder auf Prof. N., der nun sichtlich betroffen mit dem Rücken an der Wand lehnte und sich auch nicht erklären konnte, wie sich ein Krebs auf die Zyste legen könne. Einer meiner ersten Gedanken war: „wie lange habe ich noch?“. Ich glaube, das fragt sich jeder, der zum ersten Mal die Diagnose Krebs mitgeteilt bekommt. Die zweite Frage, die mir durch den Kopf schoss: „Warum gerade ich? Ich habe doch niemandem etwas getan.“ Auch das wird sich jeder fragen.

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Operation – die Erste

Donnerstag, 04.05.2017. Mein Handywecker klingelte um 06:00 Uhr. Leider vergeblich, denn ich war bereits seit halb fünf wach. Hunger hatte ich (noch) nicht. Und das sollte auch bitte so bleiben, denn ich musste mich ja nüchtern auf Station melden. Die letzte Zigarette hatte ich bereits am Vorabend geraucht. Mindestens sechs Stunden vor der OP sollte man nicht mehr geraucht haben. Genauso lange sollte man nichts mehr gegessen haben. Bis zwei Stunden vor der OP durfte ich noch ein Glas Wasser trinken. Das habe ich dann auch um halb sieben gemacht. Zum Glück stellte sich bei mir kein Hungergefühl ein. Dafür war ich einfach zu nervös.

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Der Halb-Marathon vor dem Sturm oder die Ruhe vor dem Marathon

So, nun hatte ich also meinen OP-Termin für den 04. Mai 2017 vereinbart und noch knapp fünf Wochen Zeit, mich mental darauf vorzubereiten. Mir ging es gut, denn ich hatte ja nichts zu befürchten. Ein Routine-Eingriff, ein renommierter Experte auf seinem Gebiet und volle Unterstützung, sowohl privat als auch beruflich. Ich freute mich regelrecht auf den Eingriff, denn damit würde die Odyssee endlich ein Ende nehmen. Ich war auch schon nicht mehr sauer auf Frau C., die erste Ärztin mit den flinken „Blutabnahme-Fingern“ aus Meerbusch.

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