Krebs Besieger

Krebs und andere Zell-Mutationen

Operation die Dritte

Nach dem 70. Geburtstag meiner Mutter Ende Mai stand mir eine ereignisreiche Woche bevor. Von Dienstag bis einschließlich Freitag hatte ich fünf Termine bei unterschiedlichen Ärzten. Alles Termine zur Vorbereitung auf meine Strahlen- und Chemotherapie, die im Juni 2017 starten sollte.  Am Dienstag, den 30.05. startete das Programm mit einem Aufklärungsgespräch mit dem Chefarzt der Zentralambulanz des Neusser Krankenhauses hinsichtlich der Port-Anlage für die Chemotherapie.

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Krebs eine Volkskrankheit?

Am Montag, den 15.05.2017 wurden bereits die Fäden gezogen. Das klappte hervorragend. Nicht nur weil die Narbe sehr gut verheilt war und die Fäden leicht zu entfernen waren. Sondern auch, weil ich eh nichts spürte. Die gesamte linke Halsseite war nach wie vor taub. Ich rechnete frühestens im Herbst 2017 damit, dass das Gefühl so langsam wieder zurückkommen würde. Vielleicht würde es sogar noch länger dauern.

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„Die haben das aufgeschneidet … und dann wieder zugemacht und jetzt wird alles wieder gut?“ (meine Tochter, 3 Jahre)

Da saß ich also nun mit meinem „Fahrplan“ für die nächsten Wochen. Die Taktung der Termine erinnerte mich an meinen Job, wenngleich der Grund der Termine leider nicht zu vergleichen war mit einem Kundenbesuch, einem Projekt oder internen Meetings. Und ich wusste ja, dass es bei den Terminen nicht bleiben würde, sondern weitere Untersuchungen, Kontrollen, Besprechungen mit Ärzten dazukommen würden.

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Die volle Packung

Dieser Morgen des 10.05.2017 begann eigentlich wie alle anderen. Ich wurde zwischen 6 und 7 Uhr wach. Die Krankenschwester kontrollierte die Temperatur und erkundigte sich nach meinem Wohlbefinden. Auch wenn ich schlecht eingeschlafen war, so schlief ich in der zweiten Nachthälfte umso besser.

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Famous Fabian & Urs Falco

Am Mittag des 09. Mai schrieb ich also allen Freunden, Familienangehörigen und Kollegen, dass die ersten Untersuchungen mit vorerst erfreulichen Ergebnissen endeten. Unter den „Gratulanten“ war auch mein lieber Kollege Falco B., der sich für den Nachmittag für einen Besuch ankündigte. Er wollte wissen, ob er mir irgendetwas mitbringen könne, etwas zu essen oder Lesestoff. Eigentlich brauchte ich beides nicht, da der Patientenkiosk im Krankenhausfoyer sehr gut sortiert war. Sowohl bei Süßigkeiten und kleinen Snacks, als auch bei Zeitungen und Zeitschriften. Ich fragte Falco, ob er mir ein Computer Magazin über Android mitbringen könne. Er wollte schauen, was sich machen lässt.

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„Also schwanger sind Sie nicht“

Montag, 08. Mai 2017. An diesem Tag sollte es also losgehen mit den bereits angekündigten Untersuchungen. Hierfür sollte ich nüchtern sein, da neben Röntgenbildern des Thorax auch ein Ultraschall des Bauchraums und ein Lungen-CT gemacht werden würde. Mit all den Untersuchungen wollten die behandelnden Ärzte auf Nummer sicher gehen, dass Metastasen nicht in andere Organe gestreut hatten. Krebszellen im Lymphsystem können sich leider schnell ihren Weg durch den Körper bahnen.

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Wie im Taubenschlag

Dieser Beitrag wird einer der kürzeren Blog-Beiträge. Aus zwei Gründen: 1. an dem Wochenende nach meiner OP ist nicht wirklich viel Erwähnenswertes passiert und 2. bekomme ich es nicht wirklich auf die Kette, wer mich wann in welcher Reihenfolge im Krankenhaus besucht hatte. Das einzige, woran ich mich wirklich erinnern kann ist, dass es zuging wie im Taubenschlag, insbesondere am Sonntag.

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„Das fühlt sich aber seltsam an“

Es war Freitagabend, der 05. Mai 2017, kurz vor Mitternacht. Ich stellte mich auf eine kurze Nachtruhe ein, da ich davon ausging, dass ich aufgrund der Geschehnisse eh nicht hätte einschlafen und durchschlafen können. In der Tat wachte ich am Samstag morgen sehr früh auf. Allerdings schlief ich am Abend vorher schnell ein und schlief überraschenderweise durch. Zu sehr hatte mich die zweite OP und die Narkose geschlaucht.

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„Köln, Bremen, 1:0, Modeste“

Freitag, 05.05.2017 – 20:38 Uhr: „Wir haben ihn wieder“, schrieb meine Freundin in die Whatsapp-Gruppe, die sie für unsere Familien ins Leben gerufen hatte. Ich selber war noch lange nicht auf der Höhe und brauchte wohl noch ein bisschen, um wieder zu Bewusstsein zu kommen. Aber wie bereits nach der ersten Operation muss ich in der Lage gewesen sein, ohne fremdes Zutun von meiner OP-Liege ins Krankenhausbett zu klettern. Meine Freundin erzählte mir später, dass sie während der OP leider nicht in den vorderen OP-Bereich durfte. Sie wartete die ganze Zeit auf dem Flur davor, ging zwischenzeitlich etwas essen und wartete weiter. Die Szene erinnert mich an die vielen Filme, in denen Familienangehörige und Freunde darauf warten, dass die Schwingtür zum OP aufgeht, ein Arzt herauskommt und etwas zum Verlauf der OP sagen kann.

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